Dienstag, 14. Februar 2017

Wege

Mit seiner Reise nach Saratow, hatte mir Pater Jakub den Weg zum ihm nach Sankt Petersburg abgenommen, 1.400 km! Ich bin ihm sehr dankbar dafür. Aus dem einen Thema, das wir besprechen wollten, wurde drei. Mittags fuhr er mit dem Oberleitungsbus zum Bahnhof. Schade, dass er nicht zum Essen bleiben konnte. Heute war es feierlich, weil der Generalvikar Namenstag hat, denn sein zweiter Name ist Valentin. Er hatte früh in Marx zwei Stunden Unterricht im Kloster gegeben. 
Am Nachmittag verlangte dann der Schreibtisch seinen Tribut. Auf dem Weg (Foto) zur Abendmesse in die Kathedrale stürmte der Schnee ins Gesicht. Mir war klar, dass heute kaum jemand zur Kirche kommen wird. Zu acht feierten wir die Slawenapostel Cyrill und Methodius, sowie den Namenstag von Pater Diogenes Valentin. Eigentlich wollte ich wegen des heftigen Schneetreibens nicht mehr am Abend nach Marx fahren, wo morgen der monatliche Einkehrtag im Kloster geplant ist. 40 km freies Feld - das kann Verwehungen bedeuten. Als ich das der Oberin per SMS mitteilte, antwortete sie: "Gut. Machen Sie, wie Sie möchten." - Darauf konnte ich nur antworten: "Dann muss ich doch heute kommen." Kurz vor Zehn war ich da.